Reaktion des Körpers auf Stress

Was ist Stress?

Der Begründer der Stressforschung, Hans Selye, definierte Stress als die „unspezifische Reaktion des Organismus auf jede Art von Anforderung“. Stressreaktionen sind demnach stereotyp im Körper ablaufende Aktivierungsmuster: Das heißt, unabhängig vom jeweiligen Auslöser findet immer eine gleiche Stressantwort des Körpers statt. Gelenkt wird die Stressreaktion von der Schaltzentrale des Körpers, dem Gehirn. Es steuert mit verschiedenen Botenstoffen die Stressmechanismen im Körper und versetzt so den Körper in eine erhöhte Leistungsbereitschaft.

Was passiert, wenn der Stress chronisch wird?

Nach Phasen erhöhter Belastung braucht der Körper Phasen der Regeneration, in denen sich das gesamte System wieder normalisiert. Die verbrauchten Botenstoffe können nachproduziert und bis zum nächsten Bedarf gespeichert werden. Fehlen derartige Regenerationsphasen, wird der Stress chronisch. Der Körper hat keine Möglichkeit mehr, in den Normalzustand zurückzufinden. Der Bedarf an Botenstoffen ist dauerhaft und erhöht. Unruhe, Bluthochdruck, Schlaflosigkeit aber auch Überaktivität können erste Symptome sein.

Später kann es zu einer regelrechten „Produktionsüberlastung“ kommen. Der Körper ist dann nicht mehr in der Lage, eine ausreichende Menge der benötigten Botenstoffe zu bilden. Der Botenstoff- Speicher ist förmlich entleert, als Folge können Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit, Konzentrationsstörungen oder sogar ein Burnout-Syndrom auftreten.

Der Stresscocktail im Körper – die Botenstoffe im Überblick

Serotonin ist ein wichtiger Botenstoff im Gehirn, der im zentralen Nervensystem gebildet wird. Als sogenanntes Glückshormon ist es wesentlich für unseren Gefühlshaushalt verantwortlich. Es ist die Vorstufe des Schlafhormons Melatonin und daher besonders wichtig für einen guten Schlaf.

Dopamin ist einer der wichtigsten Botenstoffe im Gehirn. Die Wirkung von Dopamin ist hauptsächlich anregend. Es ist insbesondere für Koordination, Bewegung, Gedächtnis und Lernen sowie für Konzentration und geistige Leistungsfähigkeit entscheidend.

Noradrenalin bewirkt eine Steigerung von Blutdruck, Aufmerksamkeit, Wachheit, Konzentration, Leistungsbereitschaft, Motivation und Motorik. Zudem ist es an der Steuerung einer Vielzahl von Hormonen beteiligt.

Adrenalin versetzt den Körper in die Lage, auf erhöhte Anforderungen zu reagieren. Es steigert das Atemvolumen, den Blutdruck und die Herzfrequenz, wodurch dem Körper mehr Sauerstoff zur Verfügung gestellt wird, sowie die Aufmerksamkeit und allgemein die geistige Aktivität, die Motivation und Leistungsbereitschaft.

GABA ist die Abkürzung für den Neurotransmitter γ-Aminobuttersäure (aus Gamma-aminobutyric acid). Bei Stress kommt GABA eine entscheidende Bedeutung zu. Es hat einen beruhigenden Effekt, da es die Menge der Stresshormone beeinflusst. GABA ist äußerst wichtig für Gedächtnis und Lernen. Es verhindert Reizüberflutung, wirkt angstlösend, entspannend, schlaffördernd, schmerzstillend, krampflösend und stabilisiert den Blutdruck.

Glutamat ist allgemein auch als Geschmacksverstärker in industriell hergestellten Nahrungsmitteln und Gewürzen bekannt. Dort kommt es in einer vielfach höheren Dosierung vor als in unverarbeiteten Nahrungsmitteln. Allerdings gelangt das mit der Nahrung aufgenommene Glutamat nicht ins Gehirn. Hier ist nicht von Glutamat in Nahrungsmitteln die Rede, sondern von dem im Gehirn aus Glucose und Glutaminsäure hergestellten Botenstoff. Glutamat hat verschiedene wichtige Funktionen im Gehirn. Als Botenstoff ist es entscheidend für die anspruchsvollen Aufgaben wie Lernen und Gedächtnis, für die willkürlichen, kontrollierten Bewegungen sowie für die Fähigkeit des Gehirns zur Wahrnehmung der Umwelt und die Anpassung daran. Zudem ist Glutamat an Stoffwechselprozessen beteiligt, die schädliches Ammoniak im Gehirn entgiften.

DHEA wird auch das Anti-Aging-Hormon genannt. Es wird aus Cholesterin hauptsächlich in der Nebenniere gebildet. Die Produktion von DHEA nimmt ab dem 25. Lebensjahr mit dem Alter kontinuierlich ab. DHEA ist auch die Vorstufe für die Sexualhormone Testosteron und Östrogen. Als ein direkter Gegenspieler zu Cortisol gleicht es die Stressreaktion aus, die durch Cortisol entsteht, und hilft damit bei der Stressbewältigung.

Cortisol, auch das Stresshormon genannt, bewirkt allgemein die Anpassung des Körpers auf Reize. Eine bedeutende Funktion von Cortisol ist die Aktivierung des Stoffwechsels, um Energiereserven zu mobilisieren.

Zehrt der Stress an Ihrem Akku? Die NeuroSpot-Tests

Ist Ihr Akku stressbedingt halb oder ganz leer? Mit dem NeuroSpot-Test lässt sich mit einer Urin- und einer Speichelprobe bestimmen, in welchem Umfang Stresshormone und -botenstoffe in Ihrem Körper vorliegen. Mit dem Test-Ergebnis wird eine mögliche Stressbelastung sichtbar und Ihr Therapeut kann gezielte Therapieansätze erarbeiten, mit dem Ziel, Ihre Balance wiederherzustellen, die Symptome zu bekämpfen und Stress zu vermeiden.

HINWEIS
Der Neurospot-Test ist kein therapeutisches Verfahren und ersetzt keine gezielte Therapie durch einen Behandler. Die aus den Testergebnissen abzuleitenden Maßnahmen sind von Ihrem Therapeuten zu bestimmen und mit diesem zu besprechen und liegen prinzipiell im Ermessen des Behandlers nach Beurteilung aller Laboruntersuchungen sowie unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Situation.

Beratung

Rufen Sie uns an 06151 – 666 8000; unsere Experten stehen Ihnen zwischen 9:00 und 17:00 Uhr zur Verfügung. Oder füllen Sie das Kontaktformular aus.

Wie viel wovon? Botenstoffe checken, Stressreaktionen mindern

Auf Basis des Testergebnis kann Ihr Therapeut gezielte Therapieansätze mit ihnen besprechen. Ein möglicher Therapieansatz – alternativ zu schulmedizinischen anerkannten üblichen Maßnahmen – Ihres Therapeuten kann etwa ein individuell angepasstes Ernährungskonzept kombiniert mit einer naturheilkundlichen Behandlung sein.

Wie wird der NeuroSpot-Test durchgeführt?

Gerne nennen wir Ihnen einen erfahrenen NeuroSpot-Therapeuten in Ihrer Nähe. Er wird Sie umfassend beraten und Ihnen das Test-Set aushändigen. Die Probe können Sie ganz bequem selbstständig zuhause entnehmen.

Urintest mit Dry-Spot-System – „trockene“ Probe, stabile Werte

Dank des patentierten Dry-Spot-Systems können Sie die Probe für den NeuroSpot-Test einfach in Ihrem gewohnten Umfeld entnehmen. Denn bei der DrySpot-Technologie werden die zu analysierenden Parameter getrocknet und erreichen unser Labor, ohne Schaden zu nehmen. Die Dry-Spot-Technologie ist in dieser Form nur bei CTL erhältlich und durch den Hersteller in Europa patentiert.

Wie sieht das Testergebnis aus?

Nach etwa 10 Tagen erhält Ihr Therapeut das Analyseergebnis.

  • Die Darstellung der gemessenen Parameter ist grafisch aufbereitet und so für Sie als Patient leicht verständlich.
  • In einer ausführlichen Befundbeurteilung gehen wir speziell auf Ihre Laborwerte ein. So erhalten Sie nicht nur „nackte“ Laborwerte, sondern eine individuelle Befundbeurteilung inklusive an Ihren Laborwerten orientierten Empfehlungen für Ihren Therapeuten, die dieser im Einzelfall prüft.
  • So kann Ihr Therapeut mit Ihnen die von Ihnen gewünschte Therapie besprechen. Häufig kann auch ein naturheilkundlicher Therapieansatz zu einer Verbesserung führen.
  • Bei chronischem Stress ist unter anderem ein individuelles Stressmanagement und die Erarbeitung von Stressvermeidungs- und Stressbewältigungsstrategien empfehlenswert.

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