Wortfindungsstörungen durch Stress

Definition

Das ist jedem schon einmal passiert – ein Wort fällt einem partout nicht ein, „es liegt auf der Zunge“, oder man hat Schwierigkeiten, einen Satz richtig zu beenden. Das ist nicht weiter schlimm, denn jeder ist ab und zu etwas vergesslich, verlegt den Hausschlüssel oder vergisst sogar mal einen Termin.

Wenn es aber öfter passiert, dass Wörter nicht mühelos aus dem Gedächtnis abrufbar sind, steckt vielleicht auch eine Konzentrations- oder Gedächtnisschwäche dahinter, die verschiedene Ursachen haben kann. Auch chronischer Stress kann die Konzentration schwächen und zu Gedächtnisproblemen führen und damit Wortfindungsstörungen hervorrufen. Dauerstress beansprucht Körper und Geist. Die Nebennieren produzieren vermehrt die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol, wodurch der gesamte Körper ein Alarmsignal erhält, welches ihn auf eine bevorstehende Situation von „Kampf oder Flucht“ vorbereitet. Bei Menschen die andauernd „unter Strom“ und chronischem Stress stehen, wenig schlafen, sich keine Phasen der Erholung gönnen, läuft der Körper ständig auf „Hochtouren“. Dadurch kann sich das Gehirn verändern, denn auch die Gehirnzellen werden erschöpft. Wortfluss und Konzentration können ins Stocken geraten und im Gespräch geht der Faden verloren. Andererseits ist auch eine beeinträchtigte Fähigkeit zur erfolgreichen Kommunikation eine erhebliche Stressquelle und so können stressbedingte Symptome noch mehr Stress auslösen.

Regelmäßige Entspannungstechniken helfen dabei, Stress abzubauen und in einen Zustand der Gelassenheit und Ausgeglichenheit zurückzukehren. Sofern Wortfindungsstörungen außerhalb von Stresssituationen häufiger und über einen längeren Zeitraum auftreten, sollte ein Arzt besucht werden.

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