Bioidentische Hormone

Definition

Hormone sind Botenstoffe des Körpers. Als so genannte Signalstoffe übermitteln sie Informationen zwischen den Zellen verschiedener Organe und steuern dadurch Vorgänge wie z.B. Atmung, Stoffwechsel, Sinneswahrnehmungen, Blutdruck, Schlaf, Schwangerschaft, Sexualfunktionen, Ernährung, Verdauung, Ausscheidung und Wasserhaushalt. Mit zunehmendem Alter drosselt die Natur die Hormonproduktion. Gegen Ende des 5. Lebensjahrzehnts werden auch die Sexualhormone langsam abgeschaltet. Bei Frauen beginnt damit die Phase der Menopause. Gewichtszunahme, geringere körperliche und psychische Ausdauer, Nachlassen der Merkfähigkeit, Schweißausbrüche, Depressionen, Schlafstörungen, Osteoporose, und Libidostörungen sind typische Beschwerden, die aber auch bei Männern vorkommen.

Bioidentische Hormone sind Wirkstoffe, die mit den körpereigenen Hormonen identisch sind. Sie sind sowohl in der Struktur als auch in ihrer Wirkweise identisch, und werden hauptsächlich aus pflanzlichen Quellen (z.B. Yamswurzel oder Soja) hergestellt. Mit der Einnahme bioidentischer Hormone kann einem Hormonmangel entgegengewirkt werden. Manche gesundheitliche Einschränkungen lassen sich dadurch vorbeugen. Auch die typischen Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Depressionen oder Übergewicht können mit bioidentischen Hormonen behandelt werden. Sie können unter Umständen auch zu einem verbesserten Hautbild beitragen.

Die Befürworter bioidentischer Hormone betrachten derartige Produkte als sicherer, weil sie „natürlich“ und in ihrer Zusammensetzung identisch mit den vom Körper produzierten Hormonen sind. Diese Ansicht ist jedoch unter Experten umstritten.

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