Durchfall: Ursachen, Diagnose, Behandlung

Strahlende Sonne, weißer Sandstrand, Palmen, die sich im Winde wiegen – beste Voraussetzungen für perfekte Ferien. Allerdings ist Ihr Darm nicht in Urlaubsstimmung und reagiert mit Durchfall. Doch auch im ganz normalen Alltag kann die Darmgesundheit verrücktspielen. Wie kommt es zu einer solchen Diarrhoe, wie die Mediziner sagen? Und was können Sie dagegen tun? Unsere Redaktion weiß Rat.

Der Darm – Zentrum von Gesundheit und Wohlbefinden

Unser Darm ist ein wahres Multitalent. Er versorgt unseren Körper mit wichtigen Nährstoffen, reguliert die Verdauung und fungiert als kraftvolle Barriere gegen Krankheitserreger und Giftstoffe: Über 70% unserer Abwehrzellen sitzen im Darm. Auch an unseren Emotionen ist er beteiligt, nicht umsonst sprechen wir von „Bauchgefühl“ oder „Schmetterlingen im Bauch“. Bei einer Darmerkrankung wie Durchfall sind diese regulären Funktionen des Darms jedoch beeinträchtigt. Wir fühlen uns schlecht, matt und niedergeschlagen, die Gesundheit leidet. Kommt der Darm nicht beizeiten ins Lot, kann es im ungünstigsten Fall zu Folgeerkrankungen kommen. Ist der Durchfall z. B. durch eine Infektion bedingt, besteht die Möglichkeit, dass diese Infektion auf andere Körperteile übergreift.

Durchfall: Ursachen, Diagnose, Behandlung

Was versteht man unter Durchfall?

Mediziner sprechen beim Erwachsenen von Durchfall (oder Diarrhoe), wenn der Stuhlgang mehr als dreimal pro Tag eher wässrig oder breiig ist. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen verschwinden die Beschwerden von selbst, und einem gesunden Erwachsenen bereitet vorübergehender Durchfall keine größeren Probleme. Anders verhält es sich bei Babys, kleinen Kinder, Schwangeren, Diabetikern oder älteren, kranken bzw. geschwächten Menschen. Hier empfiehlt es sich bei Durchfall sicherheitshalber einen Therapeuten (Arzt oder Heilpraktiker) zu Rate zu ziehen. Dies gilt auch, wenn der Durchfall nach spätestens drei Tagen nicht von selbst verschwindet oder Sie bzw. der Erkrankte sich besonders schlecht fühlen. Denn wenn dem Körper permanent Wasser und Mineralstoffe entzogen werden, kann es zu Austrocknung und einer Störung des Mineralhaushalts kommen.

Welches sind die Ursachen von Durchfall?

Durchfall kann durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden. Mögliche Ursachen sind:

  • Seelische und körperliche Belastungen (z. B. Stress, Ärger, Prüfungsangst)
  • Ernährung (z. B. Unverträglichkeiten wie verzögerte Nahrungsmittelallergien, falsches Essverhalten, Lebensmittelvergiftungen)
  • Infektionen (z. B. durch verunreinigtes Wasser auf Reisen)
  • Erkrankungen und Funktionsstörungen (z. B. Reizdarmsyndrom)
  • Medikamente (z. B. Antibiotika)

Was tun, wenn der Durchfall Sie erwischt hat?

Unsere Empfehlungen:

  • Trinken Sie viel, mindestens drei bis vier Liter pro Tag, langsam und schluckweise. Für Erwachsene eignen sich z. B. stilles Wasser, verdünnte Fruchtsäfte und leicht gesüßte Kräutertees.
  • Gleichen Sie auch den Salzhaushalt aus, z. B. durch klare, leicht gesalzene Brühen.
  • Elektrolythaltige Lösungen sind eine gute Alternative bzw. Ergänzung, wenn Sie unterwegs sind. Sie sind in der Apotheke erhältlich, dort gibt es zudem Varianten speziell für Kinder.
  • Wenn Sie Appetit haben, greifen Sie zu leicht verdaulichen Lebensmitteln, z. B. Reis, gekochten Kartoffeln, zerquetschten, reifen Bananen, geriebenem Apfel, Zwieback, am besten in kleinen Portionen.
  • Essen Sie während der „Durchfallzeit“ und in den ersten Tagen danach wenig Milchprodukte. Denn bei Diarrhoe wird die Milch nicht richtig verdaut und gärt im Magen weiter. Die Folge: Die Symptome können sich verschlimmern.

Der Durchfall tritt bei Ihnen wiederholt auf?

Dann könnte eine verzögerte Nahrungsmittelallergie die Ursache sein. Dabei stuft das Immunsystem an sich harmlose Substanzen als bedrohlich ein und löst eine Abwehrreaktion aus. Es kann zu einer chronischen Entzündung der Darmschleimhaut kommen, die oft mit Durchfall verbunden ist. Da die Reaktionen zwischen drei Stunden und bis zu 3 Tagen nach dem Verzehr des Auslösers auftreten können, ist es nicht einfach, dem Übeltäter auf die Spur zu kommen. Fragen Sie daher den Arzt oder Heilpraktiker Ihres Vertrauens. Er kann Ihnen z. B. eine Auslassdiät empfehlen und/oder zu einem Test (z.B. ImuPro-Test) raten.

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